Das Projekt Let them see us (Niech nas zobaczÄ…) zeigte 30 Bilder homosexueller Pärchen: 15 schwule und 15 lesbische Paare. Ihre Bilder, aufgenommen von Karolina Bregula, waren im März 2006 an Werbetafeln in den größten polnischen Städten angebracht worden. Dies war die erste Aktion in Polen, deren Ziel es war, gegen Homophobie und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung anzukämpfen.
Die Werbetafeln sollten zwei Monate lang beklebt bleiben, aber katholische Gruppen protestierten gegenüber den Stadtbehörden und so wurden die Plakate nach nur einer Woche wieder abgenommen. Sogar die Bürgermeister Warschaus und Krakaus haben es abgelehnt, sie in ihrer Stadt zu erlauben. Manche wurden übermalt. Trotzdem war die Kampagne ein Erfolg, denn eine öffentliche Debatte über die Rechte Homosexueller begann und Homosexuelle wurde so gezeigt, wie sie sind: Einfache Menschen wie alle anderen auch.
Zwischen dem fünften und 14. März 2007 hat die Kampagne gegen Homophobie eine soziale Werbekampagne innerhalb der Anti-Homophobie Aktionswoche der Initiative des Europarates „Alle anders – Alle gleich“ verwirklicht. Die Kampagne brachte zwei Auflagen von Postern auf die Straßen Warschaus mit dem Ziel, die Bürger zu provozieren und sie den Druck und Hass fühlen zu lassen, dem Lesben und Schwule und deren Freunde und Familien jeden Tag ausgesetzt sind.
Auf den Postern standen die Sätze „What are you staring at, faggot!?“ und „What are you staring at, dyke!?“, um eine symbolische Zusammenfassung für die weit verbreiteten Formen von Homophobie in Polen zu geben – Hassreden von führenden Politikern, die steigende Intoleranz und der Ausschluss von anderen Gesellschaftsgruppen, negative Stereotypisierung durch die Medien usw. Die Schlagsätze sollten das Gefühl erwecken, sich attackiert und beleidigt zu fühlen und ein Verstehen zu erzeugen, welche Effekte Homophobie hat. Die ganze Kampagne zielt darauf ab, negative Attitüden und Intoleranz gegen Lesben und Schwulen zu verringern.
http://www.stophomofobia.kampania.org.pl/en/index.htm
Am 5. März 2007 eröffnete eine zweiwöchige Ausstellung, die verschiedene Teile von Homophobie zeigte – wie etwa Zeitungsartikel, Magazintitel, Nachrichtenbeiträge und vieles mehr. Das gesamte präsentierte Material wurde während der letzen Jahre gesammelt und heben symbolisch in einer Art die Dimension von Hass und Vorurteilen hervor, denen lsbt Personen und deren Freunde und Familie ausgesetzt sind.
Sätze wie „wir werden ohne Toleranz auskommen“ oder „wenn Schwule zu demonstrieren beginnen, sollten sie mit Stöcken geschlagen werden“ sind Teil der täglichen Sprache von polnischen Politikern, Behörden und sogar Mitglieder des Parlaments. Die Ausstellung nahm diese Beispiele, die uns umgeben, bringt sie an die Wand und macht es unmöglich zu behaupten, dass solche Dinge nicht vorkommen und dass Homophobie kein Problem in Polen sei.