Am 17. Mai 2005 ging es los: In etwa 40 Ländern demonstrierten Menschen, veranstalteten Kundgebungen, Ausstellungen oder Debatten, um einem Thema weltweit Aufmerksamkeit zu schenken: Homophobie. An diesem Tag war es genau 15 Jahre her, dass die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste geistiger Krankheiten nahm.
Ziel des Tages soll es dann auch sein, dass Erfolge gefeiert und gleichzeitig weitere Verbesserungen gefordert werden. So ist es etwa ein Erfolg, dass Homosexualität rein medizinisch nicht mehr als Krankheit gesehen wird – doch Homophobie existiert weiterhin in vielen sozialen und politischen Strukturen und wird teilweise sogar von Regierungen gestützt. In etwa 70 Ländern der Welt ist es noch strafbar, homo-, bisexuell oder transgender zu sein. Teilweise droht sogar die Todesstrafe, wie etwa in Iran oder Nigeria.
Um die weltweite Arbeit gegen Homophobie voran zu treiben, sammelt die Organisation IDAHOmophobia aus Frankreich Unterschriften für eine Petition an die Vereinten Nationen. Eine andere Petition verlangt die Aufnahme des Tages in die nationalen und internationalen Kalender. Beide wurden bereits von dem Europäischen Parlament unterzeichnet.
Partner der Initiative unter Leitung von Louis-Georges Tin sind ist IlGA (International Gay and Lesbian Association). Außerdem wird der Tag vom Europäischen Parlament unterstützt, der schwul-lesbisch-bisexuellen-transgender-queer Organisation für Jugendliche und Studenten IGLYO oder der FIDH (International Federation of Human Rights).
Thema der internationalen Kampagne des Internationalen Tages gegen Homophobie 2007 ist „No to Homophobia, Yes to Education!” und ist besonders an Schulen und politische Autoritäten gerichtet. Bereits 2005 wuchs die Anzahl der beteiligten Länder auf 50 – bleibt zu hoffen, dass es auch dieses Jahr mehr werden.